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Typisch Österreich

Sachertorte, Mozart, Wintersport, Kaffeehaus-Kultur, Krampuslauf – viele Begriffe wecken sofort Assoziationen zum deutschen Nachbarland. „Typisch Österreich“ ist zu einer Markenbezeichnung geworden und wir klären auf, was sich im Einzelnen dahinter verbirgt.

Kulinarische Spezialitäten aus Österreich

Wiener Schnitzel, Sachertorte, Mozartkugeln – längst haben Spezialitäten aus Österreich ihren Siegeszug um die Welt abgeschlossen. Dass ein typisches Wiener Schnitzel immer aus Kalbsfleisch besteht, lernen Urlauber bereits beim ersten Restaurantbesuch. Original Mozartkugeln sind eine süße Leckerei, die von der Salzburger Konditorei Fürst entwickelt wurde und noch heute an den Standorten in der Getreidegasse, am Alten Markt und am Mirabellplatz verkauft wird. Mindestens genauso beliebt wie Sachertorte, ist in Österreich Red Bull. Die süße Limonade aus dem Salzkammergut hat weltweit eine Riesenfangemeinde. Zwar kommt zur Hauptmahlzeit in der Regel Deftiges auf den Tisch, doch einem süßen Dessert sind die Einwohner der Alpenrepublik nicht abgeneigt. Typisch Österreich heißt in diesem Fall: Kaiserschmarrn, Salzburger Nockerln, Linzer Torte, Germknödel oder Palatschinken.

Kaffeehaus-Kultur

Es muss nicht zwangsläufig das legendäre Café Hawelka in Wiens erstem Bezirk oder das mondäne Café Westend in der Mariahilfstraße sein Allerdings ist die Kaffeehaus-Kultur Teil des österreichischen Selbstverständnisses. Drei Tassen Kaffee trinkt jeder Österreicher im Schnitt pro Tag. In den Kaffeehäusern zwischen Wien und Bregenz werden Ihnen Spezialitäten wie Kleiner Brauner, Melange, Kapuziner oder Einspänner serviert. Bei so viel Tradition darf das passende Flair nicht fehlen. Die Gäste sitzen auf blank gewienerten Holzstühlen oder mondänen Plüschsofas, die Bedienung wird mit „Herr Ober“ angesprochen und Tageszeitungen in großer Auswahl liegen kostenlos bereit.

Österreichischer Dialekt

Das Spektrum an Dialekten in Österreich ist riesig. Deutsch ist offizielle Amtssprache in der Alpenrepublik, doch die Begriffsabweichungen zum Hochdeutschen sind teilweise enorm. Oder wussten Sie, dass „a Brezn reißen“ so viel wie hinfallen bedeutet und dass „Paradeiser“ die österreichische Bezeichnung für eine Tomate ist? Der britischen Tea-Time entspricht die österreichische Jause – eine genussvolle Auszeit vom Alltag, die vor- oder nachmittags stattfindet und in der Regel mit dem Verzehr herzhafter Wurst- und Käsespezialitäten verbunden ist. Wenn Sie von Ihrer Ferienwohnung in Österreich zu Wanderungen im Gebirge aufbrechen, werden Sie über kurz oder lang mit diesem Begriff konfrontiert.

Typisch Österreich: Wintersport

Die Topografie mit hohen Bergen und schneesicheren Skigebieten macht es möglich: Österreich ist eine Wintersportnation. Das Skifahren lernen die Kinder lange vor dem Alphabet. In der Grundschule findet der Sportunterricht im Winter auf der Skipiste statt. Kein Wunder, dass Skispringer, Slalomspezialisten, Abfahrt-Profis und Snowboarder aus Österreich Jahr für Jahr reihenweise Medaillen bei internationalen Wettbewerben abräumen. Winterurlaub gehört für jeden Einwohner des Landes zum Pflichtprogramm, sofern der Wohnort außerhalb des Alpenraumes liegt.

Österreichisches Brauchtum

Der Krampuslauf ist ein österreichischer Brauch in der Vorweihnachtszeit. Jugendliche setzen Furcht einflößende Masken auf, legen zottige Felle an und ziehen unter lautem Getöse durch die Straßen der Dörfer und Städte. Typisch Österreich ist auch der alljährlich im Herbst zelebrierte Almabtrieb. Festlich geschmückte Rinder, Schafe und Ziegen treten den Weg von den saftigen Weidegründen auf der Alm in die Winterquartiere im Tal an. Tausende Besucher finden sich zu diesem Anlass in den Bergdörfern von Tirol bis Kärnten ein. Traditionelles Brauchtum ist darüber hinaus das sogenannte Prangerschießen, das Aperschnalzen und der Wiener Walzer – letzterer übrigens nicht nur anlässlich des traditionsreichen Wiener Opernballs.